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SELBSTFÜRSORGE

Ich habe lange mit meinem Räuberleiter Blog pausiert. Einige meiner Leser*innen, die mich näher kennen, wissen, dass 2019 für mich ein radikales Veränderungsjahr war. Ich habe mich nach 19 Jahren von meinem Mann getrennt und hätte nie gedacht, dass Trennung, auch wenn man sie selbst einleitet, so schmerzhaft sein kann. Dabei habe ich nicht nur eine Familie sondern auch Freunde verloren, die sich distanziert haben. 

Im Februar 2020 fühlte ich mich deutlich kraftvoller und dachte “ok, jetzt hast du dich nochmal durch den weihnachtlichen Trauer-Berg gewühlt und es darf leichter werden”….. Und dann kam Corona!

Jeder einzelne von uns wird in dieser speziellen Zeit verstärkt mit seinen Themen und Ängsten konfrontiert. Ich beobachte das bei meinen Klientinnen, bei Freunden – und bei mir selbst ;-). Und es ist völlig unerheblich, welches Thema gerade triggert: Das Antidot ist immer die Selbstfürsorge. Klingt belanglos, und der Begriff ist auch schon ziemlich ausgeleiert, aber nur wenn wir unsere alltäglichen und oftmals zerstörerischen Gewohnheiten aufgeben und uns achtsam um unsere Bedürfnisse kümmern, kann inneres Vertrauen entstehen. 

Ich selbst bin nicht die Meisterin der Selbstfürsorge, weil ich dazu neige, mich im ersten Schritt um andere zu kümmern. Eine ehrenhafte Eigenschaft, aber nicht lange durchhaltbar. Ich verteile meine Wasserflasche, die morgens voll ist, über den Tag verteilt an alle, mit denen ich in Kontakt bin, inklusive Nachbarin und Physiotherapeutin – gebe Tipps, muntere auf, teile Ideen. Und abends bin ich völlig leer und erschöpft, weil kein Tropfen Wasser mehr für mich übrig ist. 

Dafür, dass ich so bin, wie ich bin, darf ich jedoch weder die Menschen in meinem Umfeld verantwortlich machen – eine gewisse Neigung besteht ja bei uns allen mit dem Finger auf andere zu zeigen – noch mich selbst abwerten. Vielmehr geht es darum diesen “Rettungsreflex” achtsam zu beobachten und Neues auszuprobieren. Zum Beispiel, bevor ich die Wasserflasche weiterreiche, erst mal selbst einen kräftigenden, nährenden Schluck zu nehmen. Das stärkt mich und gibt mir Kraft für den Tag.

In diesem Sinne bleibt alle gesund und sorgt gut für euch.